Fortbildungsprüfungen Geprüfter Berufspädagoge/ Geprüfte Berufspädagogin

Kurz vorgestellt: Geprüfter Berufspädagoge/ Geprüfte Berufspädagogin

Geprüfte Berufspädagogen sind in der Organisation und Durchführung von Aus- und Weiterbildungen in Einrichtungen der betrieblichen und außerbetrieblichen Bildung tätig. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Kostensituation planen und realisieren sie selbstständig zielgruppenorientierte Aus- und Weiterbildungskonzepte.

Sie ermitteln notwendige und zukunftsweisende Qualifikationen und integrieren diese in die jeweiligen Lern- und Arbeitsprozesse. Dabei unterstützen und qualifizieren sie das haupt- sowie nebenberufliche Bildungspersonal und leiten dieses an. Sie beraten, beurteilen und begleiten die jeweiligen Bildungsteilnehmer insbesondere im Lernprozess und beim Transfer des Gelernten in die berufliche Praxis. Für die Entwicklung von Marketingstrategien für die jeweiligen Aus- und Weiterbildungen führen sie Marktbeobachtungen und -analysen durch und berücksichtigen dabei Aspekte des Qualitätsmanagements sowie des Bildungscontrollings.
Geprüften Berufspädagogen übernehmen selbst Führungs- und Leitungsaufgaben in den jeweiligen Aus- und Weiterbildungsabteilungen. Sie besitzen umfassende Kompetenzen im Bereich der Personalentwicklung, um entsprechende Organisationsentwicklungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Kompetenzförderung einzuleiten und umzusetzen. Die Aufgaben der Berufspädagogen erfordern nicht nur gute und ausgeprägte pädagogische Kompetenzen, sondern auch koordinatorisches Geschick sowie Beratungs-, Führungs- und Sozialkompetenz.

Prüfungstermine in Potsdam

Wir prüfen bei Bedarf zu den bundeseinheitlichen Terminen. Die schriftlichen Prüfungen finden jeweils im Frühjahr (Mai) und im Herbst (November oder Ende Oktober) statt. Die Termine der mündlichen Prüfungen teilen wir mit der Einladung zur schriftlichen Prüfung mit.
Eine Übersicht über die bundeseinheitlichen Prüfungstermine der kommenden Jahre finden Sie hier bzw. auf der Homepage der DIHK-Bildungs-GmbH über den Button „Prüfungstermine“ auf der Seite „Informationen und Dokumente für Berufspädagogen“.

Welche Rechtsvorschriften gelten für diese Prüfung

Laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) sind die IHKs zuständige Stelle für die Berufsbildung in den Bereichen der Industrie, des Handels und der Dienstleistungen sowie für die Abnahme der Aus- und Fortbildungsprüfungen.
Die IHK Potsdam ist örtlich zuständig für Prüfungsbewerber/-innen, die im Kammerbezirk der IHK Potsdam ihren Wohnsitz haben, in einem Arbeitsverhältnis stehen oder selbstständig tätig sind bzw. an einer Maßnahme der Fortbildung teilnehmen.
In der „Prüfungsordnung für die Durchführung von Fortbildungs- und AEVO-Prüfungen“ der IHK Potsdam sind die übergreifenden Vorgaben für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieser Prüfung geregelt. Die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (VO) enthält konkrete Bestimmungen zu Prüfungsinhalten und -teilen, zur Prüfungsdauer sowie zum Bestehen.

Muss ich bestimmte Zulassungsvoraussetzungen erfüllen?

Die Zulassungsvoraussetzungen sind im § 2 der VO beschrieben. Abhängig vom erlernten Ausbildungsberuf  wird zum Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung mindestens eine Berufspraxis von einem bis zwei Jahren im Bereich der Aus- oder Weiterbildung benötigt und eine erfolgreich abgelegte Prüfung nach § 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) oder eine vergleichbare berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation.
Zulassungsvoraussetzungen
Erforderliche einschlägige Berufspraxis in der Aus- oder Weiterbildung
(ohne Ausbildungs-/ Studienzeiten)
Erfolgreicher Fortbildungsabschluss als Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagoge oder als Fachwirt/Fachkaufmann oder als Industrie-/Fach- oder Handwerksmeister oder vergleichbarer Fortbildungsabschluss nach einer Fortbildungsregelung auf Grund des Berufsbildungsgesetzes sowie eine erfolgreich abgelegte Prüfung nach § 4 der AEVO (oder eine vergleichbare berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation)
danach mindestens ein Jahr
Abgeschlossenes Hochschulstudium oder staatlich anerkannter Fachschulabschluss nach einer zweijährigen Fortbildung sowie eine erfolgreich abgelegte Prüfung nach § 4 der AEVO (oder eine vergleichbare berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation) danach mindestens zwei Jahre
Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf sowie eine erfolgreich abgelegte Prüfung nach § 4 der  AEVO (oder eine vergleichbare berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation)
danach mindestens fünf Jahre

Wie gliedert sich diese Prüfung und wie läuft sie in Potsdam ab?

Gliederung der Prüfung:
In der VO werden im § 3 die Gliederung der Prüfung und die Handlungsbereiche aufgeführt sowie in den §§ 4-6 Aussagen zur Prüfungsdurchführung und -dauer getroffen. Eine Zusammenfassung finden Sie in folgender Tabelle:
Prüfungsteile
Handlungsbereiche (HB)
Prüfungsdauer
Prüfungstage
Teil 1:
Kernprozesse der beruflichen Bildung
(schriftliche Prüfung)
1.
Lernprozesse und Lernbegleitung
2 x 150 Minuten
(schriftliche Prüfung)
Erster Prüfungstag
2.
Planungsprozesse
3.
Managementprozesse
2 x 150 Minuten
(schriftliche Prüfung)
Zweiter Prüfungstag
Teil 2:
Berufspädagogisches Handeln in Bereichen der beruflichen Bildung
(schriftliche und mündliche Prüfung)
1.
Berufsausbildung
2.
Weiterbildung
2 x 150 Minuten
(schriftliche Prüfung)
Dritter Prüfungstag
3.
Personalentwicklung und -beratung
4.
Situationsbezogenes Fachgespräch
30 Minuten (max. 45)
(mündliche Prüfung)(zuvor 30 Minuten für die Bearbeitung der zur Wahl gestellten Aufgabe und zur Vorbereitung einer kleinen Präsentation)
Vierter Prüfungstag
Teil 3:
Spezielle berufspädagogische Funktionen
(Zulassung nur, wenn alle schriftlichen Prüfungen und das situationsbezogene Fachgespräch aus Teil 2 bestanden wurden!)
Die Prüfung wird als Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch durchgeführt.
(Achtung: Präsentation und Fachgespräch werden nur durchgeführt, wenn die Projektarbeit mit mindestens 50 Punkten bewertet wurde.)
30 Kalendertage zum Erstellen der Projektarbeit
Präsentation ca. 15 Minuten
Fachgespräch ca. 30 Minuten
(mündliche Prüfung insgesamt nicht länger als 45 Minuten)
Fünfter Prüfungstag
Ablauf der Prüfung:
  • Die schriftlichen Prüfungen finden an einem Montag, Mittwoch und Freitag innerhalb einer Woche statt.  In jedem Handlungsbereich werden mehrere Aufgaben schriftlich geprüft, die aus einer gemeinsamen Ausgangssituation abgeleitet wurden. Zwischen den beiden Handlungsbereichen, die an einem Tag geprüft werden, ist eine Pause von 30 Minuten. Wir setzen bundeseinheitliche Prüfungsaufgaben zu bundeseinheitlichen Terminen und Zeiten ein. Die Strukturierung der Prüfung (Zuordnung der Handlungsbereiche zu den Situationsaufgaben) finden Sie hier bzw. über den Button „Strukturierungen“ auf der Homepage der DIHK-Bildungs-GmbH auf der Seite „Informationen und Dokumente für Berufspädagogen“.
  • Für das „Situationsbezogene Fachgespräch“ im Prüfungsteil „Berufspädagogisches Handeln in Bereichen der beruflichen Bildung“ erarbeiten die Prüfungsausschüsse jeder IHK eigene Prüfungsaufgaben und legen eigene Prüfungstermine fest. Der Termin wird mit der Einladung zur schriftlichen Prüfung angekündigt. Die Teilnahme ist unabhängig vom Ergebnis der schriftlichen Prüfung. Für das Fachgespräch wählen die Prüfungsteilnehmer einen aus zwei zur Wahl gestellten Fällen aus (vergl. VO § 5, Abs. 3).  Die Prüfungsdauer beträgt mindestens 30 Minuten (höchstens 45 Minuten). In den ersten 10 Minuten sollen die Prüfungsteilnehmer ihre Überlegun­gen/Planungen/Vorschläge, die sie aus dem gewählten Fall ableiten, präsentieren. Im Fachgespräch soll nachgewiesen werden, dass pädagogisch angemessen moderiert, geführt und kommuniziert werden kann. Den Prüfungsteilnehmern wird eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten gewährt. Im Vorbereitungsraum stehen folgende Hilfsmittel bereit: Flip-Chart und Stifte, Pinnwand und Moderationsmaterial, Overheadprojektor, -folien und -stifte.
  • Nach Abschluss der Korrektur der Prüfungsarbeiten findet eine Prüfungsausschusssitzung statt, in der die Korrektoren ihre Bewertungen endgültig abstimmen und dokumentieren. Anschließend werden die Prüfungsergebnisse von allen Prüfern beschlossen. Auf dieser Grundlage wird entschieden, welche Prüfungsteilnehmer ein Angebot zur Teilnahme an der mündlichen Ergänzungsprüfung erhalten. Am Folgetag werden die Briefe mit den Prüfungsergebnissen und weiteren Informationen verschickt. Sollte die schriftliche Prüfung nicht bestanden worden sein wird dies ausdrücklich vermerkt und der Brief mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen. In diesem Fall liegt dem Schreiben, sofern es nicht die 2. Wiederholungsprüfung war, ein Anmeldeformular für die Wiederholung der nicht bestandenen Prüfungsleistung/en bei.
  • Der Versandtermin der Prüfungsergebnisse und die geplanten Termine der mündlichen Ergänzungsprüfungen werden bereits mit der Einladung zur schriftlichen Prüfung bekannt gegeben.
  • Im ersten und zweiten Prüfungsteil kann je eine mangelhafte schriftliche Prüfungsleistung (1 x Note 5; die restlichen Handlungsbereiche Note 4 oder besser) durch eine mündliche Ergänzungsprüfung ausgeglichen werden, um den Prüfungsteil bestehen zu können. Bei einer oder mehreren ungenügenden Leistungen (Note 6) besteht diese Möglichkeit nicht (siehe § 4 Abs. 2 und § 5 Abs. 4 der VO). Angebote zur Teilnahme an der mündlichen Ergänzungsprüfung unterbreiten wir mit dem Zuschicken der Prüfungsergebnisse.
  • Die Teilnahme an der mündlichen Ergänzungsprüfung ist kostenfrei und zählt nicht als Wiederholungsprüfung! Jede Prüfungsleistung kann zweimal schriftlich wiederholt werden, unabhängig davon, ob eine mündliche Ergänzungsprüfung abgelegt wurde. Wer auf die mündliche Ergänzungsprüfung verzichtet, hat die Prüfungsleistung nicht bestanden und kann diese zu einem bundeseinheitlichen Termin schriftlich wiederholen, sofern es nicht die letzte Wiederholungsmöglichkeit war.
  • Die Ergänzungsprüfung wird anwendungsbezogen als Einzelprüfung durchgeführt und dauert in der Regel nicht länger als 20 Minuten. Sie wird als Frage-Antwortgespräch geführt und bezieht sich auf mehrere Schwerpunkte des Prüfungsbereichs. Es gibt keine Vorbereitungszeit und keine Auswahlaufgaben. Die Bewertungen der schriftlichen Prüfungsleistung und der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfung doppelt gewichtet (vergl. § 4 Abs. 2 und § 5 Abs. 4 der VO). Nach Beendigung der mündlichen Ergänzungsprüfung werden Sie gebeten, einige Minuten vor dem Prüfungsraum zu warten. Die Prüfungsausschussmitglieder beraten sich. Danach bittet man Sie wieder in den Prüfungsraum. Der Prüfungsausschussvorsitzende teilt Ihnen das Ergebnis Ihrer Prüfung mit und informiert Sie, ob Sie die Prüfungsleistung erfolgreich abschließen konnten (Note 4). Das Prüfungsergebnis wird Ihnen ein paar Tage später außerdem mit der Post zugesandt. Ggf. liegt diesem Schreiben ein Anmeldeformular für die Wiederholungsprüfung bei, sofern es nicht die letzte Wiederholungsmöglichkeit war.
    Auch bei erfolgreich abgelegter Ergänzungsprüfung kann keine bessere Note als die 4 erreicht werden. (Dies wäre nur durch Verzicht auf die Ergänzungsprüfung und durch Teilnahme an der schriftlichen Wiederholungsprüfung möglich.) Die zum Bestehen der Prüfungsleistung in der mündlichen Ergänzungsprüfung erforderlichen Punkte, lassen sich wie folgt berechnen:

 

150 Punkte
2 x Punktzahl, die in der schriftlichen Prüfung bereits erreicht wurde
=
Punktzahl, die in der mündlichen Ergänzungsprüfung erreicht werden muss, um den Handlungsbereich mit 50 Punkten bestanden zu haben.
  • Mit der Prüfung im Prüfungsteil 3 „Spezielle berufspädagogische Funktionen“ kann erst nach Bestehen der Prüfungsteile 1 und 2 begonnen werden; es soll jedoch nicht später als ein Jahr danach begonnen werden (vergl. § 3 Abs. 4 der  VO). Geprüft werden die in § 9 genannten Qualifikationen. Die Prüfung wird als Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch durchgeführt. Präsentation und Fachgespräch werden nur durchgeführt, wenn die Projektarbeit mindestens mit 50 Punkten bewertet wurde. In der Projektarbeit soll eine komplexe berufspädagogische Problemstellung in einer speziellen berufspädagogischen Funktion dargestellt, beurteilt und gelöst werden. Die Prüfungsteilnehmer schlagen aus den in § 9 Abs. 2 der  VO genannten Funktionen dem Prüfungsausschuss dafür ein Projektthema inkl. einer Grobgliederung vor. (Der Vorschlag ist am ersten Tag der schriftlichen Prüfung mitzubringen.) Auf dieser Grundlage entscheidet der Prüfungsausschuss über die Annahme der Projektarbeit. Die Prüfungsteilnehmer erhalten einen Brief, in dem das eingereichte Thema der Projektarbeit (inkl. Grobgliederung) bestätigt wird. Ggf. werden Bearbeitungshinweise gegeben. Außerdem werden der Termin der Abgabe (dreifache Ausfertigung in Printform und zusätzlich digitalisiert) und der geplante Termin der Präsentation und des Fachgespräches genannt. Dem Schreiben liegt außerdem ein Leitfaden für die Erarbeitung der Projektarbeit mit Hinweisen zur Präsentation und zum Fachgespräch bei.
  • Die Projektarbeit ist als schriftliche Hausarbeit anzufertigen. Der Umfang der Arbeit ist auf 30 Seiten (ohne Anlagen) begrenzt. Die Bearbeitungszeit beträgt 30 Kalendertage. Mit der Präsentation sollen die Ergebnisse und Kernelemente der Projektarbeit unter Einsatz sachgerechter Präsentationstechniken dargestellt werden. U. a. ist der Nachweis zu führen, dass Sie in der Lage sind, Ihre Vorgehensweisen im Zusammenhang darzustellen, pädagogisch-fachlich zu begründen sowie Ihre Lösungsvorschläge und Ergebnisse pädagogisch fundiert und überzeugend zu vertreten. Im Prüfungsraum stehen dazu folgende Mittel zur Verfügung: Whiteboard, Pinnwand, FlipChart, Overheadprojektor, Beamer und Laptop. Im anschließenden Fachgespräch werden mit vertiefenden oder erweiternden Fragestellungen auch Inhalte aus Aufgabenbereichen nach § 1, Abs. 2 der VO geprüft. Neben Ihren Fachkenntnissen weisen Sie zugleich nach, dass Sie pädagogisch angemessen argumentieren und kommunizieren können. Präsentation und Fachgespräch sollen insgesamt nicht länger als 45 Minuten dauern, die Präsentation in der Regel nicht länger als 15 Minuten.

Wie melde ich mich zu dieser Prüfung an?

Nutzen Sie das Anmeldeformular. Ihre schriftliche Anmeldung muss bis Ende Januar für die die Frühjahrsprüfung bzw. bis Ende Juli für die Herbstprüfung des laufenden Jahres Jahres mit den im Anmeldeformular genannten Anlagen eingegangen sein (z. B. Abschlusszeugnis der Berufsausbildung und AEVO-Zeugnis sowie Nachweis/-e über die Berufspraxis in Bereichen der Aus- oder Weiterbildung). Diese Anlagen werden benötigt, um das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen überprüfen zu können. Wer seine Weiterbildung und Prüfung über das Meister- bzw. Aufstiegs-BAföG fördern lassen will, fügt das Formblatt Z bei (Zeilen 1-7 bitte selbst ausfüllen). Spätestens 10 Tage nach Eingang der Anmeldeunterlagen verschicken wir einen Zulassungsbescheid, fordern evtl. noch fehlende Unterlagen ab oder informieren die Prüfungsbewerber/-innen, dass sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllen.
Achtung: Örtlich zuständig für die Durchführung der Fortbildungsprüfung zum/zur Geprüften Berufspädagogen/in ist die IHK, in deren Bezirk die Prüfungsinteressenten ihren Wohnsitz haben, in einem Arbeitsverhältnis stehen oder selbstständig tätig sind bzw. an einer Maßnahme der Fortbildung teilnehmen. Ihre zuständige IHK finden Sie hier. Sollte die örtlich zuständige IHK die Fortbildungsprüfung zum/zur GeprüftenBerufspädagogen/in nicht anbieten, stellt sie Ihnen eine Freigabe (Unbedenklichkeitserklärung) aus, so dass Sie sich dann bei einer prüfenden IHK, z. B. bei der IHK Potsdam, mit dieser Freigabe anmelden können.

Wann werde ich zur Prüfung eingeladen?

Die Einladung zur schriftlichen Prüfung inkl. Hilfsmittelliste und Gebührenbescheid wird i. d. R. sechs bis vier Wochen vor dem Prüfungstermin versandt. Die Termine für die mündliche Prüfung „Situationsbezogenes Fachgespräch“ und für die mündliche Ergänzungsprüfung werden hierin bereits angekündigt. Ein evtl. Angebot zur Teilnahme an der mündlichen Ergänzungsprüfung verschicken wir mit den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung. Die Einladung zur Präsentation und zum Fachgespräch im Teil 3 wird nur verschickt, wenn die Projektarbeit mit mindestens 50 Punkten bewertet wurde. In der Einladung zu Ihrer mündlichen Prüfung werden der für Sie geplante Prüfungstag und die genauen Zeiten genannt.

Welche Hilfsmittel kann ich während der schriftlichen Prüfung verwenden?

Eine aktuelle Übersicht der von Ihnen zur schriftlichen Prüfung am jeweiligen Prüfungstag mitzubringenden Hilfsmittel (Hilfsmittelliste), erhalten Sie von uns mit der Einladung zur schriftlichen Prüfung. Mit den genannten Gesetzestexten (wie z. B. BetrVG, BBiG) sollten Sie bereits während Ihrer Prüfungsvorbereitung arbeiten. In der Prüfung dürfen nur unkommentierte Fassungen von Gesetzestexten verwendet werden. Klebezettel, Unterstreichungen und Anmerkungen, soweit es sich ausschließlich um Querverweise auf andere Paragraphen handelt, sind jedoch zulässig.
Die aktuelle Hilfsmittelliste finden Sie hier bzw. auf der Homepage der DIHK-Bildungs-GmbH auf der Seite „Informationen und Dokumente für Berufspädagogen“ über den Button „Hilfsmittellisten“.

Woher bekomme ich Prüfungsaufgaben zum Üben?

Die Aufgabensätze der schriftlichen Frühjahrs- und Herbstprüfungen der letzten Jahre können Sie über die DIHK-Bildungs-GmbH bestellen. Nutzen Sie dazu auf der Homepage der DIHK-Bildungs-GmbH auf der Seite „Informationen und Dokumente für Berufspädagogen“ den Button „Produkte aus unserem Shop“. Alte Prüfungsaufgaben werden nicht über die IHKs vertrieben!

Was kostet diese Prüfung?

Die Prüfungsgebühr beträgt zurzeit 385,00 EUR. Im Falle der Wiederholung fallen erneut Gebühren an. Den vollständigen aktuellen Gebührentarif der IHK Potsdam finden Sie hier.

Kann ich noch von der Prüfung zurücktreten, nachdem ich mich angemeldet habe?

Ein Rücktritt (Prüfung wird endgültig abgesagt) oder eine Rückstellung (Prüfungstermin soll verschoben werden) sind möglich. Dazu muss Ihre schriftliche Erklärung (E-Mail, Fax oder Brief) über den Rücktritt oder über die Rückstellung vor Beginn der Prüfung bei unserer Mitarbeiterin Frau Bärbel Wittkowski vorliegen. In dem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Liegt Ihre Erklärung über Ihren Rücktritt oder Ihre Rückstellung in der IHK Potsdam erst 8 Wochen vor dem Prüfungstermin oder noch später vor, berechnen wir für den geleisteten Verwaltungsaufwand (Bearbeitung Ihrer Unterlagen, Einladung, Planen Ihrer Prüfung, Kosten der Prüfungsaufgaben etc.) statt der Prüfungsgebühr je Prüfungsteil eine Bearbeitungsgebühr von 26,00 EUR.
Falls Sie zur Prüfung, an einem Prüfungstag der schriftlichen Prüfung oder zur mündlichen Prüfung unentschuldigt fehlen, wird die Prüfung/der Prüfungstag/der Prüfungsteil mit 0 Punkten = ungenügend bewertet.

Was muss ich beachten, wenn ich am Prüfungstag krank bin/krank werde?

Wenn Sie am Prüfungstag krank sind oder ein anderer wichtiger Grund für Ihre Nichtteilnahme vorliegt, ist unsere Mitarbeiterin Frau Bärbel Wittkowski unverzüglich zu informieren. Als Nachweis benötigen wir im Krankheitsfall die Kopie Ihres Krankenscheines, der Bescheinigung Ihres Krankenhausaufenthaltes oder ein ärztliches Attest. Dies können Sie uns als E-Mail-Anhang, Fax oder per Brief zusenden. Gleiches gilt, wenn Sie die bereits begonnene schriftlich Prüfung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen müssen. Die versäumten Prüfungsleistungen können dann zu einem späteren Termin nachgeholt werden. Für diese Nachprüfung berechnen wir eine Gebühr von 26,00 EUR.

Wann habe ich diese Prüfung bestanden und wann bekomme ich meine Zeugnisse?

In der VO sind im § 11 folgende Aussagen zum Bestehen der Prüfung zu finden: „Die Prüfung ist bestanden, wenn in allen Prüfungsleistungen mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden… Über das Bestehen der Prüfung ist ein Zeugnis nach der Anlage 1 und 2 auszustellen. …“
Ihre letzte Prüfung ist die mündliche Prüfung im Teil 3, die als Präsentation Ihrer Projektarbeit mit anschließendem Fachgespräch stattfindet. Nach Beendigung der mündlichen Prüfung werden Sie gebeten, einige Minuten vor dem Prüfungsraum zu warten. Die Prüfungsausschussmitglieder beraten sich. Danach bittet man Sie wieder in den Prüfungsraum. Der Prüfungsausschussvorsitzende teilt Ihnen das Ergebnis Ihrer Prüfung mit. Im Falle des Bestehens übergibt er Ihnen zwei Zeugnisse. Im ersten Zeugnis wird bestätigt, dass Sie die Prüfung bestanden haben. Im zweiten Zeugnis sind außerdem die erreichten Punkte und Noten aufgeführt (vergl. Anlage 1 und 2 zu § 11 Absatz 6 der VO).

Was passiert, wenn ich die Prüfung nicht bestanden habe?

Sollten Sie die schriftlichen Prüfungen oder eine mündliche Prüfung nicht bestanden haben, erhalten Sie mit der Post immer einen Prüfungsbescheid mit Rechtsmittelbelehrung und, sofern es nicht die letzte Wiederholungsmöglichkeit war, ein Anmeldeformular für die Wiederholungsprüfung.
Ein Prüfungsteil, der nicht bestanden ist, kann zweimal wiederholt werden. Mit der Anmeldung zur Wiederholungsprüfung werden Sie von einzelnen Prüfungsleistungen befreit, wenn die in der vorangegangenen Prüfung erbrachten Leistungen mindestens ausreichend waren (mindestens 50 Punkte) und Sie sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der nicht bestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung anmelden. Auf Antrag können auch bestandene Prüfungsleistungen einmal wiederholt werden, wenn das bereits erreichte Ergebnis verbessert werden soll. In diesem Falle gilt das Ergebnis der letzten Prüfung.
Wurden Präsentation und Fachgespräch im Teil 3 nicht bestanden, muss für die Wiederholungsprüfung auch eine neue Projektarbeit geschrieben werden (vergl. § 12 der VO).
Achtung: Die Wiederholungsprüfung muss bei der IHK abgelegt werden, bei der die Prüfung begonnen wurde. Nur in Ausnahmefällen wird per Amtshilfe die Weiterführung der Prüfung auf eine andere IHK übertragen.

Woher bekomme ich weitere Informationen?

Auf der Homepage der DIHK-Bildungs-GmbH finden Sie auf der Seite „Informationen und Dokumente für Berufspädagogen“ über die Buttons „Strukturierungen“ und „Rahmenpläne“ weitere Informationen und natürlich auch im Weiterbildungs-Informations-Systems (WIS) und beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

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